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Historischer Überblick

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Das Schloss von Rullingen liegt im Herzen von Haspengau im Land von Loon, umgeben von bronzegrünem Eichenholz. Kurz, ein schönes Stückchen Limburg.

Die wunderschöne Landschaft, in der Weiden und Felder sich langsam auf- und abwellen, strahlt ruhe aus. Alles ist Fruchtbarkeit und unbesorgtes Leben. In dieser prachtvollen Umgebung befindet sich die Domäne von Rullingen. Am Horizont zeichnen sich die Kirchtürme einiger verschlafenen Dörfchen ab. Das charmante Städtchen Borgloon liegt nur einen mittelalterlichen Steinwurf weiter. Die historischen Städte Tongern und Sint-Truiden, aber auch die sogenannte "Geschmack-" Stadt Hasselt und das   lebendige Maastricht erreichen Sie im Nu.

Das Schloss von Rullingen kannte eine reichlich bewegte Vergangenheit. Im Mittelalter, während der Herrschaft der Grafen von Loon und des Fürstbistums Lüttich, befand sich an dieser Stelle ein "Mottoor" oder eine Turmburg. Die gewölbten Keller und der Unterbau des jetzigen Schlosses stammten angeblich noch aus diesen Zeiten. Im verstärkten Turm befand sich ein Wasserbrunnen, der es ermöglichte, langen Belagerungen zu widerstehen.   Dieser Brunnen versorgt das Schloss auch jetzt noch mit Wasser des eigenen Landguts.

1640 wurde das jetzige Schloss im maasländer Renaissancestil erbaut. Barockeinflüsse findet man noch in den Frontons oberhalb des Datumsteins, den Eingangstüren und den Fenstern. Die Brücke aus Schmiedearbeit, die Laternenpfähle und die Schwäne auf dem Wasser des Schlossgrabens stammen aus späteren Zeiten. Ein anderes bemerkenswertes Detail ist die Sonnenuhr.

  Nach einem Brand im Jahre 1920 wurde das Schloss 1921 und 1935 vom Architekten PK Langerock aus Löwen restauriert. Er hatte sich mit verschiedenen anderen gelungenen Schlossrenovationen bereits einen guten Ruf erworben. Der zum Schloss gehörende haspengauer Bauernhof wurde unter anderem durch seine Einwirkung durch einen französischen geometrischen Garten ersetzt.

Die neulich durchgeführten Restaurationsarbeiten garantieren die historische Authentizität des Schlosses. Die Hotelgäste werden bestimmt entzückt sein von der alten Schlosskapelle, durch die Sie Ihre Zimmer betreten.

Die Domäne hatte bereits verschiedene Inhaber. Von den Familien Hulsburg und de Voordt ging sie im 18. Jahrhundert auf Baron de Zeegraede und dessen Nachkommen über. Im Jahre 1910 wurden das Schloss und dessen Umgebung das Eigentum der Familie Pangaert d'Opdorp. Jetzt ist die Domäne ein Teil des historischen Erbguts der Provinz Limburg.

Die Provinz Limburg hat auf den Grundstücken um dem Schloss ein Arboretum und ein Fructuarium angelegt. Abgesehen von einer wissenschaftlich interessanten Sammlung Holzgewächsen finden wir dort, zur großen Freude des Kochs, 142 verschiedene Hochstammobstvarietäten. Im Mai 2005 wurde ein neuer Weingarten von 1,3 ha mit 6000 Weinreben angelegt. Es wurden fünf Varietäten gepflanzt, unter denen: 2000 Pinot blanc, 3000 Tokay Pinot gris, 200 Kerner, 200 Riesling, 600 Pinot noire. Außerdem begrasen zwei Friesenstuten die Weide hinter dem Schloss. Die Domäne umfasst durch diese Erweiterung zirka 16 ha.

Bis 1976 war das Schloss nicht für das große Publikum zugänglich. Jetzt ist dieses außergewöhnliche Erbgut mit seiner ausgefallenen Lage und dem einzigartigen Ambiente allen kulturellen und kulinarischen Feinschmeckern offen gestellt, was selbstverständlich beiträgt zur Ausstrahlung der hochstehenden Lebenskunst, welche die Provinz Limburg, die Stadt Borgloon, die Direktion, unser Chef Cees van Corler und sein Team so gerne hochhalten.

hr

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